Mehr Nachhaltigkeit für Mensch und Umwelt
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Mehr Nachhaltigkeit für Mensch und Umwelt

Bis 2030 soll Mangelernährung weltweit reduziert, Emissionen aus der Tierhaltung gesenkt und die Lebensgrundlagen von Kleinbauern gestärkt werden. Das Unternehmen Royal DSM verstärkt seine Anstrengungen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Gesundheit. Das Engagement zeigt: Nachhaltigkeit muss umfassend gedacht werden.

Die globale Lebensmittelproduktion ernährt heute so viele Menschen wie nie zuvor. Gleichzeitig trägt sie wesentlich zu vielen Problemen bei. So geht beispielsweise ein Viertel der globalen Treibhausgasemissionen auf das Konto der Lebensmittelherstellung und des Konsums. Hinzu kommt eine weit verbreitete Mangel- und Fehlernährung: Rund zwei Milliarden Menschen befinden sich in einer «Mikronährstofflücke». Sie haben nur ungenügenden Zugang zu Vitaminen und Mineralstoffen. Zudem leben viele Landwirte in Armut. DSM verpflichtet sich Gegensteuer zu leisten und setzt sich konkrete Ziele:


Gesunde Ernährung

Ungefähr ein Drittel der Menschheit hat nur unzureichenden Zugang zu angemessener Nahrung. Viele leiden an Vitamin- und Mineralstoffmangel. Ein effizienter und einfacher Weg, das zu verbessern, sind angereicherte Grundnahrungsmittel sowie Nahrungsergänzungsmittel. DSM setzt sich dafür ein, die Mikronährstofflücke von 800 Millionen Menschen bis 2030 durch angereicherte Grundnahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel zu schliessen. Zusätzlich verpflichtet sich das Unternehmen, das Immunsystem von 500 Millionen zu stärken. Dies ist gerade in Zeiten der Corona-Pandemie besonders wichtig.


Reduktion der Treibhausgase

Die Landwirtschaft trägt insbesondere mit der Nutztierhaltung in entscheidendem Umfang zu Treibhausgasemissionen und damit zum Klimawandel bei. Gleichzeitig leidet die Landwirtschaft als erstes unter den veränderten klimatischen Bedingungen. Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen ist deshalb dringend nötig. In der Milchproduktion werden die Treibhausgase bis 2030 um 20 Prozent reduziert. Gleichzeitig sollen die Ammoniakemissionen in der Schweinehaltung und die Phosphoremissionen in der Geflügelhaltung um je ein Drittel gesenkt werden. Durch Futterzusatzmittel lassen sich beispielsweise die Methanproduktion in den Mägen von Kühen verringern.


Lebensgrundlagen

Auf der Erde leben rund eine Milliarde Landwirte. Fast die Hälfte lebt in Armut und kann sich gesunde Lebensmittel nur spärlich leisten. Sie brauchen ein faires und stabiles Einkommen, um ihre Grundbedürfnisse decken zu können. DSM verpflichtet sich bis 2030 die Lebensgrundlagen von 500’000 Kleinbauern zu verbessern. Um das Ziel zu erreichen, verstärkt DSM die Zusammenarbeit mit Africa Improved Foods (AIF). Die öffentlich-private Partnerschaft mit Sitz in Ruanda produziert mit Nährstoffen angereicherte und erschwingliche Lebensmittel. Es bezieht das Getreide von lokalen Landwirten und ermöglicht diesen die Erzielung eines sicheren und regelmässigen Einkommens. Das Beispiel zeigt: Nachhaltigkeit hat auch eine soziale Dimension.

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