Risiken durch Pflanzenschutz sinken in der konventionellen Landwirtschaft
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Risiken durch Pflanzenschutz sinken in der konventionellen Landwirtschaft

Die neueste Verkaufsstatistik des Bundes zu den Pflanzenschutzmitteln offenbart: Es werden immer weniger Pflanzenschutzmittel mit besonderem Risikopotential verkauft und in der Landwirtschaft eingesetzt. Insgesamt zeigt sich über die letzten Jahre zudem, dass der Verkauf von Wirkstoffen, die für die konventionelle Landwirtschaft zugelassen sind, stetig sinkt, während der Verkauf von Wirkstoffen, die für Bio zugelassen sind, stetig steigt.

Dienstag, 5. Januar 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflanzenschutzmittel mit besonderem Risikopotenzial werden immer weniger verkauft.
  • Es werden immer mehr Pflanzenschutzmittel verkauft, die sowohl in der konventionellen als auch in der Biologischen Landwirtschaft zugelassen sind.
  • Der Verkauf von Produkten mit besonderem Risikopotenzial im Biolandbau bleibt jedoch konstant.

In den letzten zehn Jahren hat der Verkauf von Pflanzenschutzmitteln mit besonderem Risikopotenzial, die in der konventionellen Landwirtschaft zugelassen sind, um 35 Prozent abgenommen. Diese erfreuliche Entwicklung zeigt sich indessen nicht bei den Pflanzenschutzmitteln mit besonderem Risikopotenzial, die im Biolandbau zugelassen sind. Bei dieser Gruppe, die insbesondere die Kupferprodukte enthält, ist der Verkauf stabil geblieben.


Verkauf von Biopestiziden steigt

Insgesamt machen 2019 Kupferprodukte 34 Prozent der verkauften Wirkstoffe mit besonderem Risikopotenzial aus. Bei den Pflanzenschutzmitteln (PSM), die für den konventionellen Anbau zugelassen sind, betrug der Anteil der Wirkstoffe mit besonderem Risikopotenzial elf Prozent. Die Verkaufsstatistik wird jeweils vom Bundesamt für Landwirtschaft publiziert.

Vergleich Pflanzenschutzstatistiken 2010 bis 2019. (BLW)
Vergleich Pflanzenschutzstatistiken 2010 bis 2019. (BLW)

Während 2010 noch 1594 Tonnen Pflanzenschutzwirkstoffe, die für die konventionelle Landwirtschaft zugelassen sind, verkauft wurden, waren es 2019 nur noch 1005 Tonnen. Das entspricht einer Abnahme um 37 Prozent. Bei den für Bio zugelassenen Pflanzenschutzwirkstoffen stiegen die Verkaufszahlen von 613 Tonnen auf 866 Tonnen im Jahr 2019.

Der Bund hat die Entwicklung in einer Grafik zusammengefasst, die allerdings die Periode etwas erweitert. Sie umfasst den Zeitraum von 2008 bis 2019. Die Abnahme des Verkaufs von Wirkstoffen, die für die konventionelle Landwirtschaft zugelassen sind, beträgt bei dieser Betrachtung über 40 Prozent.

Der Verkauf von Pflanzenschutzmitteln, die auch für den biologischen Landbau zugelassen sind, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. (Grafik: BLW)
Der Verkauf von Pflanzenschutzmitteln, die auch für den biologischen Landbau zugelassen sind, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. (Grafik: BLW)

Es braucht neue Wirkstoffe

Letztlich zeigt die Verkaufsstatistik des Bundesamts für Landwirtschaft, dass insbesondere bei den Wirkstoffen, die für die konventionelle Landwirtschaft zugelassen sind, die Risiken abnehmen. Gleichzeitig unterstreicht die Statistik jedoch auch, dass Landwirte nach wie vor auf Pflanzenschutzmittel angewiesen sind, um ihre Erträge zu schützen. Das Ziel der Industrie ist es, mögliche Umweltrisiken weiter zu senken. Dazu braucht es Forschung und die Zulassung von innovativen neuen Wirkstoffen, die spezifisch wirken und sicher sind. Eine Zulassungsblockade wirkt deshalb kontraproduktiv.

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