Wasserqualität ist in der Schweiz sehr gut
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Wasserqualität ist in der Schweiz sehr gut

In der Vergangenheit wurde die Qualität des Schweizer Wassers in Frage gestellt. Grundsätzlich haben Schweizerinnen und Schweizer Zugang zu qualitativ hochwertigem Wasser. Punktuelle Probleme können durch richtiges Verhalten gelöst werden.

Mittwoch, 22. Januar 2020

Schweizerinnen und Schweizer haben Zugang zu qualitativ hochwertigem Wasser. Das bestätigen zwei Studien, welche die Schweizer Behörden im August 2019 veröffentlicht haben. Im Rahmen der Umsetzung des Protokolls Wasser und Gesundheit der WHO haben die Bundesämter für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV sowie das Bundesamt für Umwelt BAFU das Schweizer Trinkwasser unter die Lupe genommen. Die Resultate sind erfreulich: Schweizer Wasser weist eine gute Qualität auf. Die Resultate sind repräsentativ für das ganze Land. Die Daten stammen aus zwanzig Kantonen und decken fast 80% der Landesbevölkerung ab.


Sehr gutes Trinkwasser

In der Schweiz garantiert das Grundwasser «einwandfreies Trinkwasser in genügender Menge». Dies das Fazit des neuesten Berichtes zum Zustand des Grundwassers (Nationale Grundwasserbeobachtung NAQUA), welcher durch das BAFU veröffentlicht wurde. Die Qualität des Grundwassers wird in der Schweiz laufend mittels eines dichten Messstellen-Netzes überwacht. Das ist erfreulich. Gleichzeitig ist es jedoch wichtig, die Wasserqualität im Auge zu behalten und unnötige Einträge zu verhindern. Die Erkenntnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Die Trinkwasserqualität ist in der Schweiz sehr gut. 40 Prozent des Grundwassers, welches für die Trinkwasserversorgung genutzt wird, kann ohne Behandlung ins Leitungsnetz eingespeist werden. Bei den restlichen 60 Prozent reicht eine einfache Desinfektion aus. Dies ist weltweit ein Spitzenwert und soll auch künftig so bleiben. Der Gewässerschutz geniesst in der Schweiz zu Recht einen sehr hohen Stellenwert. Die Wasserqualität wird laufend mittels eines dichten Messstellen-Netzes überwacht. Die Zielvorgaben dabei sind äusserst streng.


Gewässerschutz ist zentral

In den letzten Jahrzehnten wurden Belastungen massgeblich reduziert. Das gilt sowohl für die Belastung mit Düngemitteln als auch mit Pflanzenschutzmitteln. So ist der Gewässerschutz auch ein zentrales und prioritäres Thema im nationalen Aktionsplan des Bundesrates zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln: Landwirtschaft, Behörden und Industrie arbeiten bereits intensiv daran, unerwünschte Einträge kontinuierlich zu reduzieren. Hierzu ist der vorschriftsgemässe und professionelle Umgang mit Pflanzenschutzmitteln zentral. Erosion und Abschwemmung sind durch gute Agrarpraxis zu vermeiden.

Und auch das Befüllen, Entleeren und Reinigen von Pflanzenschutz-Spritzgeräten muss professionell erfolgen, so dass Wassereinträge über die Kanalisation vermieden werden. Im Rahmen des Aktionsplans ist die Industrie in konkreten Projekten direkt involviert und arbeitet eng mit den Behörden zusammen. Die Aktivitäten reichen von der Schulung zur verbesserten Applikation, über die Reduktion von Punktquellen-Einträgen ins Wasser bis zur Verhinderung von Abschwemmung. Ausserdem fördern die Agrarunternehmen durch Forschungsinvestitionen die Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe mit immer höherer Wirksamkeit und besserer Umweltverträglichkeit.

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