Glossar

Chemophobie

Als «Chemophobie» wird eine irrationale Angst vor chemischen Substanzen bezeichnet. Dieses psychologische Phänomen betrifft Menschen, die synthetisch hergestellte Chemikalien ablehnen, weil sie nicht natürlichen Ursprungs sind. Im Gegensatz dazu sehen sie alles, was aus der Natur stammt, als das einzig Gesunde und Richtige für Mensch und Umwelt.

Den Ursprung für Chemophobie wird bei der Veröffentlichung des Buches Silent Spring (1962) der US-Biologin Rachel Carson vermutet, das Chemikalien dämonisierte. Im Diskurs zu synthetischen Chemikalien verbreiten sich jedoch bis heute Fehlinformationen – zum Beispiel, dass «synthetisch» mit «giftig» gleichzusetzen ist. Das ist nachweislich falsch. Auch Stoffe natürlichen Ursprungs können toxisch wirken. Entscheidend für die Giftigkeit – sowohl von natürlichen als auch synthetischen Stoffen – ist die Dosis. Das gilt auch für Pflanzenschutzmittel. Letztere sind wie alle solchen Substanzen bei richtiger Anwendung sicher.