Was sieht die geplante EU-Regulierung für Importe vor?
Die EU plant, die Rückstandshöchstgehalte für in der EU verbotene Pflanzenschutzmittel bei importierten Lebens- und Futtermitteln auf die Bestimmungsgrenze zu senken, was faktisch einer Nulltoleranz entspricht.
Wie stark könnten die Produktionskosten laut der JRC-Studie steigen?
Eine tiefergehende Analyse des Fungizids Cyproconazol im Rahmen der Studie zeigt, dass alternative, in der EU genehmigte Wirkstoffe die Produktionskosten um 20 bis 40 Prozent erhöhen könnten.
Warum droht beim Kaffee ein Preisanstieg von bis zu 332 Prozent?
Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) verweist auf das ungünstigste Szenario der JRC-Studie, bei dem Produzenten in Drittländern ihre Anbaupraxis nicht anpassen. In diesem Fall könnten die Importpreise für Kaffee extrem steigen.
Warum ist die Schweiz von der EU-Regulierung betroffen?
Die Schweiz orientiert sich bei den Rückstandshöchstgehalten eng an den Vorgaben der EU. Da in der Schweiz 2024 durchschnittlich rund 1'237 Tassen Kaffee pro Kopf getrunken wurden, hätte eine Verknappung oder Verteuerung direkte Auswirkungen auf die Konsumenten.
Was unterscheidet den Anbau in den Tropen vom europäischen Anbau?
In den Tropen und Subtropen fehlen hemmende Winterfröste, wodurch sich Schädlinge und Pilzerkrankungen ganzjährig vermehren. Daher werden dort Pflanzenschutzmittel benötigt, die an die lokalen Bedingungen angepasst sind.
Welchen Ansatz verfolgen Länder wie die USA, Japan oder Brasilien?
Im Gegensatz zum europäischen Vorsorgeprinzip, das Risiken im Voraus ausschliessen will, setzen Länder wie die USA, Japan, Australien oder Brasilien auf aktives Risikomanagement.
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