Ernährungsinitiative NEIN

Publiziert: 06.10.2026, 16:59 Uhr

Warum scheiterte die Ernährungsinitiative?

Die Initiative forderte eine Erhöhung des Netto-Selbstversorgungsgrads auf 70 Prozent bei gleichzeitigem Verzicht auf wichtige Produktionsmittel wie Pflanzenschutzmittel und Dünger. Viele sahen darin unvereinbare Ziele und eine Gefährdung der Machbarkeit.

Wie hoch ist der Selbstversorgungsgrad der Schweiz derzeit?

Die Schweiz deckt aktuell rund die Hälfte ihres Lebensmittelbedarfs selbst ab. Für den verbleibenden Teil bleibt das Land auf Importe angewiesen.

Wie kann die Schweizer Landwirtschaft nachhaltiger produzieren?

Durch Innovationen wie robuste Sorten, neue Züchtungsmethoden, präzise Landtechnik und wirksamen Pflanzenschutz lassen sich Ernteverluste vermeiden und Ressourcen wie Boden, Wasser und Energie effizienter nutzen.

Welche Rolle spielen Freihandelsabkommen für die Ernährungssicherheit?

Abkommen wie jene mit Malaysia oder den Mercosur-Staaten senken Handelshemmnisse und schaffen berechenbare Regeln für den Lebensmittelimport, um Ausfälle in der gewohnten Versorgung auszugleichen.

Bedeutet das Nein zur Initiative ein Ende des Umweltschutzes in der Agrarpolitik?

Nein, das Ergebnis wird nicht als Absage an die Nachhaltigkeit verstanden. Entscheidend ist eine ressourceneffiziente Produktion, bei der auf derselben Fläche mehr Lebensmittel erzeugt werden, um den Druck auf Naturflächen zu reduzieren.

Warum sind Importe trotz angestrebter Selbstversorgung notwendig?

Selbst bei einer Erhöhung der eigenen Produktion kann die Schweiz nicht alle benötigten Nahrungsmittel in ausreichender Menge herstellen. Ein breit aufgestelltes Versorgungsnetz schützt vor Ernteausfällen.

Ähnliche Artikel

Wink an die Politik mit dem Reagenzglas
Wissen

Wink an die Politik mit dem Reagenzglas

Der Schweizer Wissenschaftspreis geht an einen Forscher, der mit der «Genschere» eine Technologie mitentwickelte, die die Landwirtschaft entscheidend vorangebracht hat. Während die Wissenschaft längst neue Möglichkeiten eröffnet und die EU regulatorisch vorwärts macht, trödelt die Schweiz weiter vor sich hin.

Tigermücke: Bund setzt auf Massnahmenplan – doch Insektizide bleiben tabu
Medien

Tigermücke: Bund setzt auf Massnahmenplan – doch Insektizide bleiben tabu

Invasive Arten wie die Asiatische Tigermücke breiten sich in der Schweiz zunehmend aus. Der Bund schlägt Alarm und will der Mücke mit einem nationalen Massnahmenplan den Garaus machen. Das wirksamste Mittel bleibt aber aussen vor: Insektizide.

Rekordhitze 2026: Warum die Landwirtschaft robuste Sorten braucht
Medien

Rekordhitze 2026: Warum die Landwirtschaft robuste Sorten braucht

Hitze, Dürre und Hagel haben den Schweizer Bauern 2026 schwer zugesetzt. Im NZZ-Interview warnt Adrian Aebi, Chef des grössten Schweizer Ernteversicherers: «Machen wir so weiter, blutet die Landwirtschaft aus». Für die Zukunft braucht es vor allem robuste Sorten, die Hitze und Trockenheit aushalten.

Volle Regale – aber natürlich! Wie sicher ist unsere Versorgung wirklich?
Wissen

Volle Regale – aber natürlich! Wie sicher ist unsere Versorgung wirklich?

Versorgungssicherheit klingt nach einem gemeinsamen Ziel. Doch sobald es um den Weg dorthin geht, beginnen die Konflikte: zwischen Markt und Staat, Ökologie und Produktion sowie Selbstversorgung und internationaler Vernetzung. Den zentrale Abhängigkeiten und Spannungsfeldern der Versorgungssicherheit gehen der Agrarpolitik-Podcast und swiss-food.ch in einer fünfteiligen Reihe nach. Den Höhepunkt bildet zum Abschluss ein Live-Podcast vor Publikum am 5. November 2026 im Äusseren Stand (Hofcafé) in Zürich.