ernährungsinitiative

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Dienstag, 25. August 2026

Was fordert die Ernährungsinitiative?

Die Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung» fordert eine Erhöhung des Schweizer Selbstversorgungsgrads auf 70 Prozent bei gleichzeitigem Verzicht auf drastische Pflanzenschutzmittel und der Förderung von samenfestem Saatgut.

Warum ist ein höherer Selbstversorgungsgrad mit weniger Pflanzenschutz laut Bundesrat unrealistisch?

Kulturen wie Raps, Kartoffeln, Obst und Gemüse benötigen Schutzmittel gegen Schädlinge und Krankheiten. Fehlen diese, sinken die Erträge und die Ressourceneffizienz, was das Ziel eines höheren Selbstversorgungsgrads untergräbt.

Was ist der Unterschied zwischen samenfestem Saatgut und Hybridsorten?

Samenfestes Saatgut kann von Landwirten selbst weitervermehrt werden, bringt aber oft geringere Erträge. Hybridsorten nutzen den Heterosis-Effekt und liefern beispielsweise bei Mais bis zu 30 Prozent mehr Ertrag.

Welche praktischen Folgen hat das Fehlen von Schutzmitteln für Landwirte?

Ohne wirksamen Pflanzenschutz drohen massive Ernteausfälle. Ein Beispiel ist der Baselbieter Landwirt René Ritter, der beim Kichererbsenanbau mangels Schutzmitteln in drei Jahren zwei Totalausfälle erlitt.

Welche Verhaltensänderung wäre nötig, um die Ziele der Initiative rein rechnerisch zu erreichen?

Laut Nebelspalter-Redaktor Alex Reichmuth ließe sich eine Erhöhung des Selbstversorgungsgrads auf 70 Prozent unter den geforderten Auflagen nur erzwingen, wenn ein Großteil der Bevölkerung auf eine rein vegane Ernährung umsteigen würde.

Was fordert die Agrarwirtschaft statt der Ernährungsinitiative?

Gefordert werden Technologieoffenheit, zielgerichtete Innovation in der Pflanzenzüchtung, praxisnaher Pflanzenschutz und eine marktorientierte Agrarpolitik (AP2030+), um Ökologie und Ökonomie nachhaltig zu verbinden.

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