Preise für Früchte steigen
Der eisige Frühling sowie die Unwetter der vergangenen Wochen haben bei europäischen Landwirten teilweise zu massiven Ernteausfällen geführt. Die Konsequenzen davon sind steigende Früchtepreise zum Sommerbeginn. Im Herbst könnte auch das Gemüse teurer werden.
Publiziert: 15.09.2021, 10:52 Uhr | Aktualisiert: 28.01.2022, 16:23 Uhr
Wie «20 Minuten» berichtet, sind die Preise verschiedener Früchtesorten deutlich gestiegen. Besonders für Beeren und Steinobst waren die kühlen Temperaturen der vergangenen Wochen in Mitteleuropa alles andere als ideal. Die Importe von Aprikosen, Pfirsichen und Nektarinen aus dem nahen Ausland haben sich um bis zu 17 Prozent verteuert. Obwohl die Frostnächte im Frühling beinahe die gesamte Walliser Aprikosenernte vernichtete, seien Schweizer Früchte derzeit nicht von den Preissteigerungen betroffen, schreibt «20 Minuten» weiter.
Auch Gemüse bald teurer?
Verteuern könnte sich dagegen schon bald das Schweizer Gemüse – insbesondere Kartoffeln. Zwar konnte die Frühlingsernte noch erfolgreich eingezogen werden. Doch starker Hagel könnte das Kartoffelkraut stark beschädigen. Dies hätte auch Auswirkungen auf die Knollen im Boden. Auch für die Kraut- und Knollenfäule ist die feuchte Witterung ideal, um sich auszubreiten. Wie der Gemüseverband gegenüber «20 Minuten» sagt, könnte das schlechte Wetter schon bald Auswirkungen auf die Gemüsepreise haben.
Gut zu wissen
Auch Kartoffeln sind in der Schweiz knapp. Der Bund erhöhte im Juli den Import von Kartoffeln um 5000 Tonnen. Wegen der schlechten Wetterbedingungen im April und Mai und des hohen Verbrauchs der Haushalte sind die Lagerbestände von Schweizer Kartoffeln zurückgegangen. Hinzu kommt, dass die Knollen der Kartoffeln weniger lange haltbar sind, weil ihre Alterung bei der Einlagerung im vergangenen Herbst aufgrund des heissen Sommers im Jahr 2020 bereits weit fortgeschritten war. Nun zeigt sich, dass die Ernte 2021 die Nachfrage nicht wird decken können: Das nasskalte Wetter hat die Ausbreitung der Kraut- und Knollenfäule massiv begünstigt. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) musste das Importkontingent erneut erhöhen. Und die Branche muss die Abnahmebedingungen anpassen, kleinere Kaliber genehmigen und den Landwirten höhere Preise bezahlen. Kartoffelchips werden dieses Jahr also kleiner und teurer sein.
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